Umgebung

Segersta

Segersta ist eine Ortschaft in der Gemeinde Bollnäs, welche zur Provinz Gävleborg gehört und rund 250 km nördlich von der Hauptstadt Stockholm liegt. Es gilt als die Porte zum Norrland, wie der nördliche Teil von Schweden genannt wird und eignet sich als Ausgangspunkt für Touren in die ländliche Umgebung. Die können zu Fuß, mit dem Rad oder per Auto, mit Kanu oder Kajak in Angriff genommen werden – und im Winter auf Skiern.

Segersta liegt rund 20 km westlich von der Hauptverkehrsachse E4, welche den Süden Schwedens mit dem Norden verbindet. Im Jahre 2010 zählte der Ort 313 Einwohnern und war im September 2010 Drehort für „The girl with the Dragon Tatoo“ – eine englische Fassung der Millenium Triologie des schwedischen Autors Stieg Larsson.

previous arrow
next arrow
Slider
Hälsingegårdars Väg

Westlich von Segersta kann der 28 km lange Stora Hälsingegårdars Väg von Alfta nach Edsbyn in Angriff genommen werden. Der Weg führt Besucher durch die Kulturlandschaft in kleine Dörfer und zu prächtigen Bauernhöfen, respektive schon eher Bauernschlössern, welche zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören. Sehr zu empfehlen ist der „Erik Anders Herrgård“ in Söderala.

previous arrow
next arrow
Slider
Bollnäs

Bollnäs ist die nächst grössere Stadt in der Nähe von Segersta, rund 20 Autofahrminuten entfernt. Ebenfalls fährt die Buslinie 77 von Montag bis Freitag zwischen Bolllnäs und Haneborg über Segersta. Bollnäs liegt 30 Kilometer westlich von Söderhamn am Fluss Ljusnan und ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde. Die Stadt liegt an der Eisenbahnhauptlinie Stockholm–Östersund. Nebst vielen Einkaufsmöglichkeiten bietet Bollnäs viele zahlreiche, gute Restaurants zum Essen.

Die Stadt Bollnäs spielte als Knotenpunkt der Norra stambanan eine bedeutende Rolle in der Entwicklung Hälsinglands. Mit der Parkanlage Onbacken bietet sich nicht nur ein schöner Blick über den Varpen sondern auch die Überreste einer eisenzeitlichen Siedlung. Sehenswert sind auch die Kirche und der Museumshof Kämpens. Für die „süßen“ Gäste ist das Confiserie Museum der richtige Ort.

Die Gemeinde Bollnäs ist Schauplatz des Hälsingehambon, einem internationalen Volkstanz-Wettbewerb, der auf die Hårga-Legende zurückgeht. Danach spielte ein Mann eine magische Melodie auf seiner Fiedel und lockte die Jugend zum Tanz. Solange bis nur noch die Totenschädel der Tanzenden übrig blieben. Der Mann mit der Fiedel war der Teufel selber.

previous arrow
next arrow
Slider
Hudiksvall

50 km weiter die E4 entlang in Richtung Finnland liegt Hudiksvall. Das frühere Fischerdorf ist nach Gävle die zweitälteste Stadt in Nordschweden, älteste Stadt und Zentrum Hälsinglands. Über dessen Geschichte können sich Gäste im Hälsinglands Museum informieren. Trotz zahlreicher Brände sind die Holzbauten der einst bedeutenden Hafenstadt, darunter die Speicherhäuser des Hafens, erhalten geblieben.

previous arrow
next arrow
Slider
Skärså

Skärså erreicht man nach 40 Fahrminuten. Es handelt sich hier um ein kleines, idyllisches Fischerdorf. Ein Besuch lohnt sich hier auf jeden Fall. Das Fischrestaurant „Albertina“ ist täglich von 12 bis 22 Uhr geöffnet. Nicht fehlen darf ein Abstecher in die „Skärså Glashytta“.

previous arrow
next arrow
Slider
Växbo

Växbo ist keine 30 Kilometer von Segersta entfernt. Ein Besuch im „VäxboKrog“ darf nicht fehlen. Einerseits werden Sie kulinarisch verwöhnt. Ebenfalls bietet es einen Einblick in die Geschichte der Weberei. Lassen Sie sich überraschen. Ganz in der Nähe zum „VäxboKrog“ befindet sich die Leinenfabrik „VäxboLin“. Dort werden Führungen durch die Fabrik angeboten, in welchem man den ganzen Prozess der Leinenverarbeitung kennenlernt. Ebenfalls bietet das Fabrikgelände ein gemütliches Café und einen Verkaufsladen.

previous arrow
next arrow
Slider
Axmar

Axmar ist eine kleine Ortschaft der Gemeinde Gävle und liegt 40 km von Segersta entfernt. Nebst dem sehr empfehlenswerten Restaurant „Axmarbrygga Havskrog“, welches einen fantastischen Ausblick auf die Ostsee bietet, gibt es einen wunderschönen, historischen Park mit dem Namen „Axmar Bruk“. Kleine Seen, gepflegte Wiesen und schöne Spazierwege laden hier zum Verweilen ein. Ein Besuch im dazugehörenden Café „Bruks caféet“ darf nicht fehlen.

previous arrow
next arrow
Slider
Gävle

Rund 90 km südlich von Segersta liegt Gävle, die Hauptstadt der Provinz Gävleborgs Län.

previous arrow
next arrow
Slider
Söderhamn

An der Küste, direkt an der E4 liegt die ehemalige Waffenschmiede des Reiches Söderhamn. Anlaufpunkte des Städtchens mit Bebauung aus dem 17. Jahrhundert sind die frühere Gewehrfabrik und die Ulrika Eleonora Kyrka. Viele Parks laden zum Verweilen ein. Ein Überblick bietet sich vom Aussichtsturm Oscarsborg. Vollkommen wird der Besuch Söderhamns mit einem Abstecher in den 500 Inseln und Inselchen umfassenden Schärengarten.

previous arrow
next arrow
Slider
Historie Hälsingland

Hälsingland ist eine schwedische historische Provinz im Südosten des Landesteiles Norrland. Sie gehört gemeinsam mit der Landschaft Gästrikland zum Verwaltungsbezirk Gävleborgs län.

Einst galten die Bewohner der Provinz Hälsingland als stolz und eigenwillig. Sie wehrten sich lange gegen das Christentum und die Steuererhebungen und lebten nach eigenen Gesetzen. Die Legenden berichten von Riesen und Trollen. Der Teufel selbst soll die Jugend des norrländischen Landstrichs zum „Tanz in den Tod“ verführt haben. Wen wundert’s, dass Hälsingland als Euphemismus für die Hölle diente. Die zerklüftete Küste, dichte Wälder und die blau schimmernde Hügellandschaft haben ihren Teil dazu beigetragen.

Es hat etwas Mystisches. Hälsingland, die etwa 130.000 Einwohner zählende Provinz, liegt zwischen dem Bottnischen Meerbusen im Osten, Dalarna und Härjedalen im Westen, Gästrikland im Süden und Medelpad im Norden. Es ist das „Land der blauen Berge“, die Heimat von Bär, Luchs, Wolf und natürlich dem Elch. Menschen hinterlassen seit 6.000 Jahren ihre Spuren in der Landschaft, welche mal sanft, mal wild erscheint und ihre Ursprünglichkeit bewahrt hat.

Galt Hälsingland bei den einen als Hölle, beschrieb Carl von Linné, schwedischer Naturforscher aus dem 18. Jahrhundert, diesen Teil von Schweden als Mikrokosmos aller Arten der Natur: Berge und Täler, Flüsse und Seen, Wiesen und Wälder. Noch heute sind 80 Prozent der Fläche Hälsinglands (rund 15.000 km²) Waldgebiet und die Holzindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. Und schließlich die Küste mit ihren Schären, Buchten und Stränden, Halbinseln und Landzungen, die sogenannten „halsar“. Möglicherweise der Ursprung des Namens Hälsingland.

Ein Land wie das Blatt eines Baumes
Aus einer anderen Perspektive erscheint die Region wie „das Blatt eines Baumes“, „so grün wie ein Blatt, und die Täler verzweigen sich ungefähr in derselben Weise, wie die Rippen auf einem ausgebreiteten Blatte.“ Es ist die Perspektive des kleinen Nils Holgersson auf seiner „Wunderbaren Reise mit den Wildgänsen“. Er sah „ein offenes lachendes Tal“ – das Tal des Ljusnan, der Hälsingland von Nordwesten nach Südosten durchzieht. Ein anderes Tal ist das des Voxnan. Mit 150 km Länge der größte Nebenfluss des Ljusnan und beliebtes Kanu- und Raftingrevier. Bei Bollnäs mündet er in den See Varpen und vereinigt sich hier mit dem Ljusnan.